Schorsch Wenke

Aphorismen, Multimedia, Performances


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Alles ist relativ

Der Berufe hatte er viele. Angefangen als Schriftsetzer, noch mit Bleibuchstaben, dann Studium der Printtechnolgie ab den wilden 68ern.Es folgten biedere Aufgaben im Büro, er wurde Berater mit stets korrekter Krawatte bei einem Unternehmerverband, bald macht er sich selbständig und arbeite berufszeitlebens als Fachjournalist.

 

Mit der Überzeugung, objektiven Journalismus gibt es nicht, Medien müssen Stories erzählen, der Redakteur ist ein Treuhänder der Leser und von ihm  wird erwartet, zu sortieren, kommentieren, pointieren.

 

Ach so ja, Einstein: eben, wer Texte macht, muss sich bewusst sein, niemals kann man dem Absoluten gerecht werden. Schon gar nicht der Wahrheit. Alles ist relativ und daher Kommentar, Storytelling, fabuliert.

 

Das war was für Wenke, hatte er doch mit 14 Jahren schon ein Kabarett gegründet und fortan als Hobby in Solingen Show- und Event-Formate entwickelt  und auf die Bühne gebracht.

 

 

Die Nuancen der Sprache

Ja, Johann Wolfgang, dem gedankenakrobatischen Denk- und Sprachtalent, wäre er gerne begegnet. Also blieb Wenke nichts anderes übrig, als ihn zum Vorbild zu nehmen und zu versuchen, in einer Sprache zu schreiben, die klassischer Dichtkunst-Intention entspricht: blumig, voller Vergleiche und Phrasierungen, möglichst perlend-fließend, Ansprüche an Leser stellend, nuanciert und ohne Kompromisse. Komplexe Gedanken lassen sich nun einmal nur in poesievoller Sprache ausdrücken. Deutsch ist dafür hervorragend geeignet.

 

Und dann das Staunen 

 

Schorsch Wenke (diesen Rufnamen hat er seit Studienzeiten) leistete sich einen ungeheuren mentalen Luxus: Interessiere Dich für alles. Eines Tages wirst Du es gebrauchen können. Zum Beispiel beim Schreiben von Fachtexten, Vortragen von Statements als Dozent, Moderator, bei Beratungen, Diskussionen. Erarbeiteter, trainierter Vorsprung durch mental-verbale Virulenz. Es geht nicht darum, recht zu haben, indem man auf seine Meinung pocht. Sondern zum Schluss das Richtige publiziert zu haben, weil man mehr Wirkliches gewusst, kombiniert, interpretiert und präsentiert hat. 

All das fasst er zusammen als 

Kommunikations-Architektur.

Eigentlich ist dieser Gedanken- und Wort-Jongleur Vollblut-Ingenieur aus Überzeugung, doch auch zeitlebens bekennende Rampensau.

 

Ein Widerspruch? Für ihn jedenfalls nicht. Sondern Identität. Weil Medien viele Bühnen und Bühnen viele Scheinwelten haben, die man als Realität betrachtet. Weshalb er überzeugt ist:

 

Der ganze Kopf ist eine Bühne.

 

Das Berufliche, mit einem nicht  zu unterschätzenden internationalen Erfolg, ist das eine. Aber eben: „Rampensau“ (also „Performer-Junkie“) zu sein, die eigentliche, nicht ermattende Leidenschaft. Die kann man auf Bühnenbrettern, am Set ausleben oder multimedial-online nebst Print on demand. Fast müßig zu erwähnen, dass Wenke, als es auf ein bestimmtes Alter zuging und er sich aus dem Zirkus des Berufslebens zurückzog, eben genau dies nicht lassen konnte & wollte. „Medianer“ zu sein ist eben manisch. 

 

Aus Überzeugung Solinger

 

Woraus sich unter anderem (unter anderem!) ergeben hat: Solingens meistangeklickte Nostalgie-Website (www.solingen-internet. de) und allerlei Kunterbuntes in Sachen Kunst & Kultur. Plus Marketing, PR, Kommunikatives, Online-Präsenzen für manches, was in Solingen beweist, es ist Leben in der Stadt. Eigene Performances und Moderationen: Ja, warum denn nicht auch noch ? :-))

Der Mann kann’s eben nicht lassen. 



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