Kosmische Reflexionen

Zoran Velinov, Thomas C. Brueck, Eela Soley gemeinsam im Studio

Finissage als Vernissage

Nicht Schlussstrich, sondern Zwischenergebnis war das get-together am 6.3.15. Eely und Thomas stellten ihre in der Galerie über mehrere Wochen entstandene CD „Zauberwald“ vor, Zoran seine teils unter Inspiration der Musik entstandenen großflächigen Leinwand-Szenarien (eigentlich schon Bühnenbilder!). Denn das Projekt läuft weiter, inzwischen ist die Synthese der drei Künstler so harmonisch, dass weitere Resultate zu erwarten sind ...   :-)



„Kosmische Reflexionen“ 
– oder: tonale Visionen + gemalte Musik 


Zoran Velinov ist in Solingen ansässiger, international anerkannter Maler. Sein Stil sind Phantasiewelten, die sich bis in feinste Details verästlern. Thomas C. Brueck, Köln, ist mit seinem „Voyager-Project“ einer der führenden Performer Elektronischer (Improvisations-)Musik. Eela Soley verbindet menschliche Stimme mit dem “singenden” Saxophon und elektronischer Musik. 

Die drei vereint eine „Sprache der Kunst“, wie es Milena Karagaca, Konsulin der Republik Serbien, der Heimat Velinovs, ausdrückte. Eine eher wortlose Sprache, sie bevorzugt Bilder: Sujets vor allem im Schwarzweiß-Kontrast bei Velinov, bunte Projektionen und sphärische Klänge aus vernetzten Computern und Keyboards bei Thomas C. Brück. 

Am 5. Dezember 2014 betraten beide den „Startbahnhof“, sagte Velinov und die Assoziation zum Weltraumflug war durchaus gewollt. „Kunst ist die Fähigkeit, hinter das Offensichtliche zu schauen und sich in Welten zu bewegen, die nur durch Phantasie zugänglich sind“. Josef Neumann, Landtagsabgeordneter Solingen/Wuppertal, verließ die Sphäre, in der man ihn eher vermutet, nämlich sachgebundene Politik und philosophierte – und offenbarte sich einem staunenden Publikum als Kunstkenner, der gleichwohl den Brückenschlag zur Realität fand: „Kunst behindert nicht, im Gegenteil, sie überwindet vieles bis alles, was als Grenze und vermeintlich Andersartigem die Freiheit der Gedanken behindert. Kunst baut Brücken!“.

Genau das ist das Anliegen von Zoran Velinov: mehrdimensional denken, daher sind für ihn und Brueck wie Soley Musik und Malerei nicht zweier-, sondern dem Grunde nach einerlei. Und welcher Künstler hätte schon Respekt vor kultureller wie politischer Egozentrik: in neue Dimensionen gelangt nur, wer sich nicht durch Vorurteile davon abbringen lässt.


Die drei Künstler werden nun 6 Wochen lang, jede Woche, gemeinsam in der cap-Galerie (Obergeschoss der Clemens-Galerien, Solingen-Mitte, direkt neben dem CinemaxX-Kino) arbeiten, sich inspirien. Die einen werden ihre musikalischen Sphärenklänge digital aufzeichnen (vermutlich entsteht eine neue CD/DVD) und der andere wird großflächig wie detailreich zugleich synchron dazu malen – oder folgt die Musik dem Takt der Malwerkzeuge? Man weiß es (noch) nicht, wie uns was daraus wird, kann das Publikum jeweils samstags von 9 bis 15 Uhr live miterleben.



Videoreportage von der Vernissage / Eröffnung